#Disrupt

Beta Company Innovation® - die Kunst, das eigene Unternehmen zu attackieren.

Amazon hat den Buchhandel revolutioniert.

Sie haben Bücher online verkauft. Obwohl sie durch die Digitalisierung erfolgreich ein neues Geschäftsmodell aufgebaut hatten, war das auch ihre potenziell größte Schwachstelle.

Es war abzusehen, dass der Buchmarkt sich weiter digitalisieren wird. Wenn ein Unternehmen digitale Bücher anbieten wird, könnte ihr Kerngeschäft zerstört werden.

Doch Amazon wartete nicht auf seine Konkurrenz.

Statt Angst vor der Zukunft zu haben, gestalteten sie diese selbst. Sie entwickelten das Kindle und boten selbst Online-Bücher an. Sie attackierten ihr eigenes Unternehmen, bevor es jemand anderer tat.

"Cannibalize
yourself."

Amazon ist aus dieser Sicht ein Fallbeispiel für eine erfolgreiche Transformation. Leider gibt es viel mehr Beispiele von gescheiterten Firmen. Unternehmen, die grundsätzlich innovativ waren, aber nicht den Mut hatten den nächsten Schritt zu gehen.

Kodak – erfand die Digitalkamera bereits in den 1970er Jahren selbst.

Sie ignorierten aber die technologische Entwicklung, um ihr eigenes Filmgeschäft zu schützen. Die unvermeidliche Insolvenz kam in den 2010er Jahren.

Nokia dominierte den Handymarkt, verabsäumte aber den Sprung in das Smartphone-Zeitalter.

Olivetti: Besonders tragisch – und faszinierend.

Olivetti war ein italienisches Unternehmen, gegründet Anfang des 20. Jahrunderts, und wurde zur Weltmarke für Schreibmaschinen und Bürotechnik. Die Maschinen galten als elegant, zuverlässig und designorientiert. 

In den 1960er Jahren entwickelte Olivetti mit der Programma 101 einen der ersten kommerziellen Desktop-Computer der Welt – noch vor Apple und IBM. Er wurde sogar von der NASA genutzt.

Olivetti war also technologisch seiner Zeit voraus.

Nach einer Finanzkrise restrukturierten sie jedoch ihr Unternehmen und sparten Kosten ein. Ihre Strategie war, sich wieder auf ihr bisheriges profitables Kerngeschäft zu konzentrieren: die Schreibmaschine.

Statt mutig nach vorne zu sehen, Innovation von innen heraus weiterzuführen und kontinuierlich die eigenen Kernprozesse in Frage zu stellen, verharrten sie in ihrer bisherigen Logik.

Sie waren die Weltmarktführer, die letzten Jahrzehnte waren eine Erfolgsgeschichte, warum sollten sie das Risiko von Innovation auf sich nehmen? Wer zu viel zu verlieren hat, der schützt das Bestehende, selbst wenn er die Zukunft bereits vorausahnt.

Der Harvard-Professor Clayton Christensen hat diese Problematik bereits in den 1990er Jahren als "Innovators Dilemma" beschrieben.

Die Forschung von Christensen zeigt ein Muster: Etablierte Unternehmen reagieren zu spät, Newcomer haben den Markt bereits übernommen.

Das Kernproblem ist, dass etablierte Unternehmen genau das tun, was sie tun sollten. Sie hören auf ihre besten Kunden, investieren in bewährte Technologien und maximieren ihre Gewinne. Doch genau das wird ihnen zum Verhängnis. Das erklärt, warum erfolgreiche, gut geführte Unternehmen trotzdem scheitern können.

→ Disruptive Innovation entsteht – Ein neues Produkt oder eine neue Technologie taucht auf. Es ist zunächst schlechter, billiger und richtet sich an einen kleinen oder unattraktiven Markt.

→ Etablierte Unternehmen ignorieren es – Weil es nicht profitabel genug ist und die bestehenden Kunden es nicht wollen, wird die Innovation vernachlässigt.

→ Die Disruption reift – Die neue Technologie verbessert sich schnell und wird immer besser. Sie frisst sich von unten nach oben durch den Markt.

Beta Company Innovation® löst dieses Dilemma. Radikale Innovation entsteht, bevor der Markt dazu zwingt. In agilen, autonomen Einheiten. Unabhängig von langsamen und trägen Strukturen. 

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